Boerse Fotos On Tour

Retrofietsbeurs in Dessel 2016

Das zweite mal auf der Retrofietsbeurs in Dessel, diesmal als Co-Verkäufer. Viel zu schreiben hab ich eigentlich nicht außer das es interessant war mal für ein paar Stunden auf der anderen Seite des Tisches zu stehen. Man lernt viel mehr Leute kennen hatte ich so das Gefühl…

Zu meinen Einkäufen zählen u.a. ein Greg LeMond Stahlramen (NOS) der demnächst aufgebaut und hier vorgestellt wird, ein Satz der „Drei heiligen Campagnolo Könige“ (keine Reproduktionen!) und zwei Campagnolo Peanut Butter Schlüssel zum kleinen Preis.

Ein interessantes Rad war übrigens in der Ausstellung: Das Weltmeisterrad von Tom Boonen, Madrid 2005. Carbonrohre mit Carbonmuffen.

Allgemein

Rennradfieber – Film

Bevor ich lange hin und her erzähl worum es eigentlich geht, möchte ich euch diesen Trailer zeigen:

Auf diesen Film bin ich über die Schicke Mütze bzw. die Klassikerausfahrt Düsseldorf gestossen. Allerdings kostet so ein Film auch eine Menge Geld wie der Kameramann Oliver Kratz hier sagt:

Vielleicht möchte der eine oder andere Leser dieses Blogs das Projekt über Startnext Crowdfunding unterstützen!?! Ich bin auf jeden Fall dabei!

Eddy Merckx Katalog

Eddy Merckx Corsa Extra – Team TeVe-Blad

IMG_1671
Eddy Merckx Corsa Extra

… oder doch vom Team Lotto?
Wie man hier sehen kann fuhr das Team TeVe-Blad kurz vor der Auflösung 1987 mit durch das Oberrohr geführte Bremskabel:

Das Team war mit den rot/weißen Merckx-Rahmen von 1985-87 ausgestattet! Zu Beginn mit auf dem Oberohr geführter Bremsleitung und später mit in dem Oberrohr geführter Bremsleitung. Allerdings hat der Rahmen in meinem Besitz eine Einbaubreite  von 130mm hinten. Gab es in diesen Jahren schon 8fach? Ich meine „Nein“. Die 8-fach Dura Ace 7402 wurde erst 1989 eingeführt 1)https://goo.gl/FwfoSS.
Komisch finde ich, dass im Katalog von 1989 genau dieses Farbschema mit TeVe-Blad beworben wird obwohl das Team 1987 aufgelöst 2)http://goo.gl/z9B7oI wurde.

Eddy Merckx Team finishes
Von links: ADR, Domex, La William, TV Blaad, 7 Eleven, Hitachi, Stuttgart – Quelle 3)http://goo.gl/sKjUEy

Da hat der Merckx wohl mit deren Namen länger geworben als das Team existierte.
Lotto fuhr 1986 mit einem komplett roten Rahmen und hatte vertikale „E. Merckx“ Decals. Ab 1988 wechselten Sie zu der rot/weißen Rahmenfarbe. Jedoch ab 1989 wechselte das Team von Merckx zu Vitus Rahmen! 4)http://goo.gl/jok4T6 Also fällt der Lotto Team Rahmen raus.

Weiter gehts es mit den Buchstaben und Zahl Kombinationen unter dem Tretlager, welche anscheinend auch nicht 100%ig erstzunehmen sind und wohl mehrmals ihre Bedeutung gewechselt haben.

IMG_1648Der allgemeinen Interpretation der linken Zahl und Buchstaben nach wäre dies ein 58er  (Zahl „8“ links) Corsa Extra (Buchstabe „X“ links) Rahmen. Kommt hin.

Die Bustaben und Zahlen auf der rechten Seite geben mir allerdings mal wieder Rätzel auf. Wenn man nach folgender Tabelle 5)http://cadre.org/Merckx/ geht, dann wäre der Rahmen aus 1985!

Code Datum
Z 1985
A 1986/87
B 1988/89
C 1990/91
D 1992/93
E 1994/95
F 1996/97
G 1998
H 1999

Ich bin der Meinung, dass dies ein Corsa Extra Rahmen mit TeVe-Blad Lackierung von 1989 ist. Denn ab diesem Jahr sind Rahmen mit 130mm für die Dura Ace 7402 geeignet und erhältlich. Das Team Lotto fuhr zu dieser Zeit Vitus.

So jetzt hab ich keine Lust mehr, genug Detektiv gespielt. Wird Zeit, dass die Saison wieder beginnt :)

[Update]
Jeremy von cadre.org hat mir per Mail folgendes geschrieben:

I apologize for not speaking German – I will try to use simple english so it will translate easily.

The Z means your frame is from 1985. You are correct that the 8 means 58cm, and the X means Corsa Extra.

This color scheme was used originally by TeVe-Blad starting in 1986. I think your frame was made in late 1985, and it could have been painted in 1986. 130mm spacing was first made available during this time, or it is possible someone changed it – it is a very simple operation to change. -Jeremy

References   [ + ]

Fotos Klassiker On Tour

Nostalgietag auf der Radrennbahn Bielefeld

Gestern, am Tag des offenen Denkmals, wurde vom Förderverein Radrennbahn Bielefeld ein Nostalgietag auf der Zementbahn veranstaltet. Er sollte noch einmal die alten Zeiten  beleben und erinnern wie es war mit 10.000 bis 15.000 Besuchern bei einem Steherrennen. Dazu gab es im Umfeld der Bahn u.a. mehrere Ausfahrten, eine kleine Ausstellung mit Bielefelder- sowie ausgesuchten Steher-Rahmen der Umgebung, Würstchen, Kuchen, eine kleine Filmvorstellung, Führungen in und um die Bahn herum, sowie zwei ein Showrennen mit Schrittmacher Moppeds zwischen 1918 und 1940.

Vormittags waren jedoch noch ein paar Rennmotorräder unterwegs, die nichts mit dem Steherrennen zu tun hatten. Eine NSU, eine Harley Davidson sowie eine kleine Indian drehten noch ein paar Runden. Im Anschluss folgten noch ein paar Runden mit einem alten Formelwagen.

Ab 14.00 Uhr hieß es dann: Auf zum Steherrennen, denn um 14.30 Uhr war der Start. Ab 14.15 Uhr drehten bereits die ersten Schrittmacher Ihre Runden und die Fahrer wurden dem Publikum vorgestellt.

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On Tour

35. Haarstrang RTF

Die Idee war es, ein paar Bekannte aus dem Rennrad-News-Forum, Abteilung „Rennmaschinen bis 1990“ zu einer gemeinsamen Rundfahrt in Dortmund zu versammeln. Als erster passender Termin kam der 30.05. zu stande, die 73km der Haarstrang RTF des ‚Sturm Hombruch 1925 e.V.‚.

original_RTFSturmHombruchDo-Aplerbeck2015-05-316Das Wetter war nicht ideal. Viele Wolken und viel Südwind kam uns sechs Stahl-Aficionados entgegen. Wir sechs waren unterwegs auf Tommasini, Merckx, Battaglin, Nishiki, Cube und Gazelle. Vier mit Ergopower und einer mit STI bzw. Unterohrschalthebel.

Nach dem Start in Do.-Aplerbeck ging es erstmal einen kleinen Anstieg hoch nach Opherdicke und weiter Richtung Strickherdicke. Zwischen Ardey und Frömern, genauer am Thabrauck trennte sich der 73km von dem 41km Rundweg. Wir fuhren links weiter Richtung Frömern (letzter Wohnort des Herrn Rickert) und hoch nach Ostbüren. Auf der Bausenhagener Alm konnten wir dann ein wenig die Aussicht Richtung Sauerland genießen bevor es zur ersten Kontrollstation kurz vor Wiehagen (Hof Arndt) ging. 1433083034.872784Hier konnten wird das erste mal unsere Flaschen mit Eistee und unseren Magen mit Waffeln und Bananen sowie Apfelspalten auffüllen. Unverhofft trafen wir hier zwei Düsseldorfer der Klassikerausfahrt auf Ihrem 135km Rundweg.

Nach dem Smalltalk ging es von da an locker leicht abwärts mit Aussicht auf die Soester Börde, der Wallfahrtsort Werl lag links unter uns. Doch kurze Zeit später mussten wir den leichten Anstieg nach Vierhausen erklimmen bevor es in einer steilen Abfahrt (ca. 12%) wieder bergab ging. original_RTFSturmHombruchDo-Aplerbeck2015-05-311Bei Haus Füchten wurde die Ruhr überquert und es ging Richtung Wickede (Ruhr) und über die Zabel-Route weiter nach Halingen zur zweiten Kontrollstation.

Bei heftigen Gegenwind ging es  nach Hennen und wieder runter zur Ruhrbrücke bei Geiseke. Über Söderholz und einer lange („nur rollen lassen-„) Abfahrt mit bis zu 67km/h ging es dem Ziel mit Kaffee Radler und Kuchen entgegen.

1433083885.671952Eigentlich waren wir insgesamt gesehen ziemlich gemütlich unterwegs wie die folgenden Daten zeigen:

Schnitt Max
Geschwindigkeit  22,4 km/h  67 km/h
Verstrichene Zeit  3 h 36 min.
Bewegungszeit  3 h 13 min.
Höhenmeter  651m

Ich denke beim nächsten mal können wir die Anzahl an Unterrohrschalthebel steigern… 😉

On Tour

Trirsel im Velodrom

Der vierte offizielle Bahntag der Klassikerausfahrt Düsseldorf fand diesmal im Velodrom Köln statt.

Ob dieses ein glücklicher Schachzug war… keine Ahnung. Ich denke die Wettervorhersage hat auch einen Beitrag dazu geleistet, dass die Anzahl der Fahrer im Vergleich zum Vorjahr überschaubar blieb. Dabei ist die komplette Bahn überdacht, sogar der Innenraum 2-3m neben der Bahn. Für die Händler und Gastronomen gab es auch ein paar Unterstände die vor Feuchtigkeit von oben schützten. Nass werden muss hier sicherlich niemand! Zu kalt war es auch nicht, sondern genau richtig! Einige fuhren kurz/kurz, andere lang/lang und die anderen irgendwas dazwischen. Ein Langarm-Trikot und kurze Hose waren sicherlich ausreichend um nicht zu frieren und falls doch: Da ist das Rad und dort die Bahn, fahr los und quäl dich!

Gut war, dass man sich einfach auf das Rad schwingen konnte und der Verkehr auf der Bahn immer überschaubar blieb. Nachteil war, die Gruppenbildung war ebenfalls überschaubar. Meist haben sich nur 2-3 Leute für gemeinsame Runden im gleichen Tempo gefunden.

Zwischendurch konnte man durch die Ausstellungsräder schlendern. Mein Highlight: Eins von nur zwei jemals gebauten Rickert Zeitfahrmaschinen! Danke an Hartmut für dieses Schmankerl! Nächstes Mal sollte ich vielleicht ein paar Fotos davon machen und nicht nur zuhören und staunen …

IMG_12721024Was mein Rad angeht bin ich recht zufrieden. Das Campagnolo Ritzel sowie 53er Pista-Kettenblatt haben sich bewährt.

Bei den 36 Loch Nisi EKIP Felgen bin ich mir nicht 100% sicher; sie hielten den Belastungen meines Gewichtes und der Anzahl an Runden zumindest stand. Mein Mechaniker war sich anfangs nicht ganz sicher ob der ungeösten 400g Felgen.

Was noch geändert werden muss ist das Innenlager (aktuell kein Campa Pista und eine 2mm zu lange Achse verbaut) und vor allem der Sattel. Zu modern, billige Ausführung, sieht einfach doof aus. Ein alter gebrauchter Kernledersattel von z.B. Brooks muss her!

Ich werd nächstes Jahr auf jeden Fall wieder am Start sein!

[edit] Prominente Gäste waren auch vor Ort: Andreas Bach, Weltmeister im Bahn-Vierer 1994!

https://instagram.com/p/1-JGnfnEoX/

On Tour

Klassikerausfahrt 2015-04-05

Der Typ neben dir ist ein halfwheeler!
Bitte was? Ist was kaputt? Wo?? *aufdieKettenblätterundVorderradguck*

Dann kommen die erklärende Wort und ich versteh sie: Ja ich bin ein halfwheeler (Regel #86, Buch: The Rules – The way of the cycling disclipe, ISBN-10: 1444767518).
Ich habe keine Disziplin und mein soziales Verhalten ist auch nicht das Beste vorne im Peloton, aber woher auch? Die meiste Zeit fahre ich alle und meine letzte Gruppenfahrt war… schon viel zu lange her!
Als halfwheeler werden Fahrer bezeichnet, die in der Gruppenfahrt immer 1-2 Laufradlängen vor dem Nebenmann fahren. Sie forcieren (manchmal unbewust) das Tempo in der Gruppe was eine gute / gesellige Unterhaltung (fast) unmöglich macht.

Wieder mal was gelernt bei der letzten Klassikerausfahrt. Diese war übrigens schön gemütlich; durchschnittlich 21km/h und flach wie eine Flunder. Es ging von der Talstr. raus Richtung Rommerskirchen und wieder zurück. Man konnte also wunderbar mit einem Singlespeed oder mit einem Maiskolben die Runde absolvieren.

Die größten Erhebungen waren die Auffahrten zu den Brücken über den Rhein :)

Viele Bilder habe ich nicht gemacht, lediglich ein paar vor dem Start, während der zwei Pinkelpausen und eine kleine Bilderserien (ca. 140 Bilder) an einer Brücke. Diese muss ich aber noch mal auswerten bevor ich sie online stelle.

Boerse Fotos On Tour

Stalen Ros Neerkant 2015

Mal wieder eine tolle Veranstaltung. Ich würde sogar sagen, dass es zu Beginn voller war als im Vorjahr.
In der Ausstellung waren tolle Exponate rund um das Thema „Rennräder aus den Niederlande bis 1990“.
Nur leider stand die Räder wieder teilweise so eng beinander, dass man nur äußerst vorsichtig um diese drumherum gehen konnte. Wehe man hat ein ausladendes Heck. In der Gallerie könnt Ihr euch einen kleinen Überblick von der Ausstellung und den verkauften Artikeln verschaffen.

wpid-img_1076.jpgAbgesehen davon war es für mich insgesamt eine erfolgreiche „Jagt“.

Besonders froh bin ich um das 16er Campagnolo Bahnritzel. Jetzt ist mein Jane Doe Bahnrad fast fertig, davon demnächst mehr.

Die Gazelle AA-Special werde ich wahrscheinlich mit eine 74xx Dura Ace mit STI aufbauen und fahren. Leider hat der letzte Besitzer die Chromgabel aus Gewichtsgründen (tuning) gegen eine Vitus Alu-Gabel getauscht. Mal sehen, wie sich Stahl und Alu so verträgt. Das Vitus 979 ist im verglichen zu einem Reynolds 531 für meinen Polometer bretthard.

Colnago

Verbogenes Schaltauge

Das Colnago Super PIU ließ sich schon immer irgendwie schlecht schalten. Es ratterte und klackerte relativ laut beim treten. Auch das einstellen der Schaltung ging mehr schlecht als recht. Es ließ sich nicht 100%ig sauber einstellen. Aber mit viel Gedult und Zeit ging es dann doch irgenwie; zumindest über vier Jahre lang.

Dann habe ich beschlossen, mal wieder alles zu zerlegen und zu reinigen. Bei einem flüchtigen Blick vom Schaltauge zur gegenüberliegenden Ausfallenden, viel es mir wie Schuppen von den Augen. Das rechte Ausfallenden war ca. 2-3 mm weiter auseinandern als das linke.
Schnell damit zu einem Bekannten, der schon ähnlich Probleme gefixt hatte. Hier die bildliche Beweis, dass da was verzogen ist:

Hinterbau RichtwerkzeugNicht nur zu weit auseinander… Das Ausfallende ist auch seitlich verzogen.
Wie mir der Experte sagte, wird das kalt zurückgebogen. Es kann natürlich auch vorkommen, dass das Material bricht. Wollen wir’s mal nicht hoffen.

Fotos Gios

Ihre Arbeit. Ihre Leidenschaft. GIOS

Ein schöner kleiner Film aus der GIOS Werkstatt:

Il Nostro Lavoro. La Nostra Passione.

… und ich könnte mich schwarz ärgern. Auf der letzten Stalen Ros Belgien stand ich direkt neben ihm, hörte ihm ein wenig beim Smaltalk zu und hab mir keine Gedanken dazu gemacht, wer jetzt da neben mir stand und auf englisch mit ital. Akzent über die Farbe blau und „repainting“ mit einem weiteren Besucher sprach: Marco Gios
Verflixt. Hätte gerne nach einem Selfie gefragt 😉